Allende 2 hilft e.V.

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Unser Verein ist aus der Anwohnerinitiative „Allende 2 hilft“ hervorgegangen. Wir sind Anwohnerinnen und Anwohner des Allende-Viertels in Berlin-Köpenick und engagieren uns seid November 2014 für ein friedliches und solidarisches Miteinander zwischen Anwohnern und geflüchteten Menschen in unserem Kiez.

Wir wollen eine „Nachbarschaftsskultur“ mitgestalten die zeigt, dass wir aufgeschlossen und hilfsbereit sind, wenn Menschen in Not sind. Wir möchten Begegnungen und Austausch fördern, an Prozessen mitwirken und materielle Unterstützung leisten. Dabei verlieren wir auch nicht die Interessen der Anwohner/innen und deren Bedürfnisse aus dem Blick. Gerade sie möchten wir einladen, mitzumachen und ein gestaltender Teil des Allende Viertels zu sein.

Grundsätzlich finden wir die Art der Unterbringung von geflüchteten und traumatisierten Menschen in Containern nicht für geeignet. Diese Art der Unterbringung behindert eindeutig die Integrationschancen. Leider wurde es über die letzten Jahre versäumt, ausreichend Wohnraum bzw. Unterkünfte für Flüchtlinge in der Stadt zu schaffen.

Neben der Art der Unterbringung kritisieren wir auch die Vorgehensweise des zuständigen Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Die Bezirke, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort besser auskennen, wurden und werden kaum in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Anwohnerinnen und Anwohner werden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Trotz massiver Kritik an diesem Vorgehen ist für uns ganz klar: Dieser Streit darf nicht auf dem Rücken der Geflüchteten ausgetragen werden!

Es liegt leider nicht in unserer Hand, die Unterbringungspolitik der Stadt Berlin kurzfristig zu ändern. Es liegt aber in unserer Hand, den geflüchteten Menschen zu helfen und sie willkommen zu heißen. Deswegen setzen wir uns hier und jetzt für eine solidarische Willkommenskultur im Allende-Viertel ein.

Wir wissen, dass es Anwohner/innen gibt, die gegen den Standort im Allende-Viertel, aber im Grunde solidarisch mit Flüchtlingen sind. Wir glauben fest daran, dass ein solidarisches Miteinander möglich ist und möchten Sie fernab des lauten Protests über unser Engagement und die Entwicklung vor Ort informieren.

Wir wohnen hier und sind gemeinsam mit vielen Anderen aktiv. Also schließen Sie sich uns an und engagieren Sie sich!